Filesharer sind offiziel eine religiöse Gemeinschaft.
Was albern klingt hat allerdings einen politischen und rechtlichen Hintergrund. Isak Gerson, ein 19jähriger Philosphiestudent aus Schweden, gründete im Jahr 2010 die “Kirche der Kopimisten”
Zu den Überzeugungen der Kopimisten gehört die Vervielfältigung und Weiterverbreitung von Informationen jeglicher Art. Informationen gelten als “heilig” und das Kopieren betrachtet die Gemeinschaft als Sakrament und Kopierschutz als Sünde.

In Schweden ist es den Kopimisten nun im dritten Anlauf gelungen die Behörden davon zu überzeugen, dass es sich wirklich um eine religiöse Gemeinschaft handelt. Somit sind die Filesharer nun in Schweden offiziel eine Religion. Allerdings hat sie nicht die gleichen Rechte wie etwa die grossen christlichen Kirchen. Der Name der Kopimisten ist eine Abwandlung des englischen “copy me (kopiere mich)” Relativ offensichtlich ist das es hierbei allerdings lediglich darum geht, dass Urheberrecht zu unterwandern. Allerdings ist das kopieren von geschützem Material nicht plötzlich legal, doch die Kopimisten hoffen, dass ihre Überzeugung, weil jetzt offiziel als religiös anerkannt, in der künftigen Gesetzgebung berücksichtigt werden.
Um wirklich von Politikern ernst genommen zu werden braucht die Gemeinschaft allerdings wesentlich mehr Anhänger (aktuell ca 3000). Doch die Anerkennung als offizielle Religion zieht bereits einen Menge neuer Anhänger auf die Seite der Kopimisten. Nach der Veröffentlichung war die Internetseite der Gemeinschaft aufgrund eines Besucheransturms vorübergehend überlastet.
Ob sich die Kopimisten auch in anderen Ländern durchsetzen können bleibt noch abzuwarten.
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